Rebound-Trading ist lukrativ: Diese 3 Fehler solltet ihr aber vermeiden

Liebe Trader,

die aktuelle Marktlage ist anspruchsvoll. Ein hoher Cashbestand bietet sich aktuell an. Trades sollten selektiv eingegangen werden. Unsere Erkenntnis aus den letzten Handelstagen: Wir brauchen die nächste Panikwelle, um wieder attraktive Kaufchancen in Einzelwerten zu sehen. Ansonsten sind Long-Szenarien für uns aktuell ausgeschlossen. Die bisherigen Abverkäufe am US-Markt wirkten kontrolliert. Wirkliche Panik ist nicht entstanden.

Wir haben euch bereits unsere Top-Aktien für ein Rebound-Szenario am US-Markt genannt. Man muss für ein solches Szenario vorbereitet sein, darf aber nicht verfrüht handeln. In diesem Artikel nennen wir euch 3 Fehler, die ihr aktuell auf jeden Fall vermeiden solltet.

1. Kauf von Aktien auf zu hohen Niveaus
Es ist wichtig, dass wir in einem Panikmarkt nicht die Aktien kaufen, die sich auf ihren hohen Niveaus halten konnten. Diese Aktien sollte man nicht vernachlässigen, da sie für eine bullishere Marktphase sehr interessant sind. Für Rebound-Trading in einem panischen, irrationalen Markt sind sie allerdings nicht die geeigneten Kandidaten.

Ich möchte Ihnen den Unterschied gerne an zwei Beispielen demonstrieren. Die Aktie von Keurig Dr. Pepper (KDP) steht aktuell bei 24,05 USD. Das Hoch liegt bei 25,25 USD. Die Aktie befindet sich also in der Nähe ihres Jahreshochs.

Was spricht gegen die Aktie für einen Rebound-Trade?

Bricht die Aktie in der Panik ein, befindet sich diese dennoch im freien Fall. Es fehlt an Orientierungsmarken, um überverkaufte Niveaus zu erkennen. Die untere Begrenzung der Bollinger Bänder ist noch weit entfernt. Der GD200 als zweite Orientierungsmarke ist ebenfalls noch weit entfernt.

 

Anders sieht das bei einem mustergültigen Kandidaten für einen Rebound-Trade aus. Paycom Software (PAYC) hat von ihrem Hoch bereits rund 25% abgegeben. Zusätzlich hat das Unternehmen in den letzten Quartalen starke Wachstumsraten an den Tag gelegt, die in jedem Fall einen höheren Aktienpreis rechtfertigen. Es hat sich aus fundamentaler Sicht nichts am Geschäftsmodell geändert. Die Aktie von Paycom Software notiert außerdem in Reichweite des unteren Bollinger Bands und des GD200. Das ist ein klassisches Rebound-Setup.

 

2. Kauf von Aktien ohne das eine Panik im Gesamtmarkt zu sehen ist
Ein kontrollierter Abwärtstrend rechtfertigt noch keine Rebound-Trades. Im Rebound-Trading geht es darum, die kurzfristige Irrationalität des Gesamtmarktes auszunutzen. Die irrationale Haltung des Gesamtmarktes drückt sich in panikartigen Abverkäufen aus. Solange also ein weiterhin kontrollierter Abverkauf in einem sauberen Abwärtstrend vorliegt, gibt es für uns keinen Handlungsbedarf für Rebound-Trades. Panic is your friend!

Der S&P 500 (hier abgebildet mit dem ETF auf den S&P 500) zeigt noch keine Anzeichen von Panik. Es ist vielmehr ein kontrollierter Abverkauf. Panik entlädt sich stark und schnell. Gerade im Wochenbild fällt auf, dass eine finale Panikwelle noch bevorstehen könnte.

 

3. Kauf von Unternehmen mit schlechten Nachrichten
GrubHub (GRUB) wäre, rein aus charttechnischer Sicht, ein sehr schönes Rebound-Setup gewesen. Der starke Abverkauf kam allerdings durch enttäuschende Quartalszahlen zustande.

Worin liegt jetzt der Unterschied zwischen den Abverkäufen?
Bei schlechten Quartalszahlen preist der Markt die neuen Erwartungen aufgrund der neuen Faktenlage ein. Die vermeldeten Quartalszahlen von GrubHub bringen neue unternehmensbezogene Informationen in den Markt, die jetzt eingepreist werden.

Bei einer Aktie, die für einen Rebound infrage kommt, sollten keine unternehmensbezogenen schlechten Nachrichten vorliegen. Das würde uns den Vorteil nehmen unterscheiden zu können, ob gerade die neuen Informationen eingepreist werden oder ob es sich um einen panikartigen Abverkauf handelt.

 

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